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duminică, 3 mai 2015

Cand conteaza prietenii?

Wann Freunde wichtig sind

Freunde sind wichtig
zum Sandburgenbauen,
Freunde sind wichtig
wenn andre dich hauen,
Freunde sind wichtig
zum Schneckenhaussuchen,
Freunde sind wichtig
zum Essen von Kuchen.
Vormittags, abends,
im Freien, im Zimmer ...
Wann Freunde wichtig sind?
Eigentlich immer!
aus: Georg Bydlinski, Wasserhahn und Wasserhenne
© 2002 Dachs Verlag GmbH, Wien

duminică, 28 noiembrie 2010

Fromm, du lieber!

THEMA "ICH"

"Ich mach' das, worauf ich Lust habe. Ich tue das, was mich glücklich macht". GenerationMe ist in einer egoistischen Welt gebohren und groß gewachsen. Hier als Beweis, ein Lied die deren Kindheit begleitet hat:

"2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt

Hey - Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey - Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt."


Einer hat aber schon lange her gewarnt: "Lust kann kein Wertkriterium sein, denn es gibt Menschen, die an der Unterwerfung und nicht an der Freiheit Lust empfinden". (Fromm, Psychoanalyse und Ethik)


KREATIVITÄT


Ich höre immer wieder, dass man nur dann kreativ sein kann, wenn man unter so gennannten "kreativen Stress" steht (das ist ein Zustand zwischen "sich bequem fühlen" und "destruktiver stress").

Tatsächlich? Sind auch die Künstler gestresst wenn sie was schöpfen? 

"Nichts fördert das Kreative mehr als die Liebe, vorausgesetzt, sie ist echt". (Fromm, Pathologie der Normalität)

luni, 4 octombrie 2010

Nachts schlafen die Ratten doch, W. Borchert

Das hohle Fenster in der vereinsamten Mauer gähnte blaurot voll früher Abendsonne. Staubgewölke flimmerten zwischen den steilgereckten Schornsteinresten. Die Schuttwüste döste.

Er hatte die Augen zu. Mit einmal wurde es noch dunkler. Er merkte, dass jemand gekommen war und nun vor ihm stand, dunkel, leise. „Jetzt haben sie mich!“, dachte er. Aber als er ein bisschen blinzelte, sah er nur zwei etwas ärmlich behoste Beine. Die standen ziemlich krumm vor ihm, dass er zwischen ihnen hindurchsehen konnte. Er riskierte ein kleines Geblinzel an den Hosenbeinen hoch und erkannte einen älteren Mann. Der hatte ein Messer und einen Korb in der Hand. Und etwas Erde an den Fingerspitzen.

„Du schläfst hier wohl, was?“, fragte der Mann und sah von oben auf das Haargestrüpp herunter. Jürgen blinzelte zwischen den Beinen des Mannes hindurch in die Sonne und sagte: „Nein, ich schlafe nicht. Ich muss hier aufpassen.“ Der Mann nickte: „So, dafür hast du wohl den großen Stock da?“

„Ja“, antwortete Jürgen mutig und hielt den Stock fest.

„Worauf passt du denn auf?“

„Das kann ich nicht sagen.“ Er hielt die Hände fest um den Stock.